Natur- und Waldkindergarten Teningen e.V.

Verfasst von Patrick Winterhalter und Nadine Hauer, Stand Mai 2010

1. Rahmenbedingungen

1.1. Träger

1.2. Einrichtung und Personalstruktur

1.3. Teamarbeit

1.4. Öffnungszeiten

1.5. Zusammenarbeit mit den Eltern

1.6.Tagesberichte und Infos

2. Der Tagesablauf bei uns im Waldkindergarten

2.1. Bring- und Holzeiten

2.2. Der Morgenkreis

2.3. Die Tagseplätze

2.4. Das Frühstück

2.5. Das Freispiel

2.6. Der Mittagskreis

2.7. Besondere Tage bei uns

3. Pädagogisches Konzept

3.1. Warum Waldkindergarten

3.2. Die Rolle der Erziehenden

3.3. Einige wichtige Regeln bei uns

3.4. Umgang mit Gefahren im Wald

4. Der Orientierungsplan und dessen Umsetzung bei uns

 

1. Rahmenbedingungen

1.1 Träger

Träger ist der staatlich anerkannte Verein „Natur und Waldkindergarten Teningen e. V.“ Dieser besteht seit Juni 2001.

1.2 Einrichtung und Personalstruktur

Auf einer im teninger Waldgebiet „Allmend“ gepachteten Wiese, befindet sich ein umgebauter Zirkuswagen.

Das Erzieherteam bilden zwei ausgebildete Fachkräfte. Diese werden zeitweise durch Praktikanten unterstützt.

1.3 Teamarbeit / Supervision und Fortbildungen

Einmal in der Woche treffen sich Erzieher und Praktikanten zur Teambesprechung. Mindestens einmal im Monat treffen sich Erzieher und Vorstand zum Austausch über Theorie und Praxis.

Die Fachkräfte nehmen regelmäßig an Fortbildungen und Tagungen teil.

Auch besteht jederzeit die Möglichkeit zur Supervision.

1.4 Öffnungszeiten / Schließzeiten

Der Waldkindergarten ist von Montag bis Freitag von 8.00Uhr bis 14.00 Uhr geöffnet. Ausnahmen bilden Schließtage und gesetzliche Feiertage.

Im Kindergartenjahr 2010 haben wir 11 Schließtage.

1.5 Zusammenarbeit mit den Eltern

- Die Eingewöhnung des Kindes

Um das Loslösen für Kind und Eltern so angenehm und einfach wie möglich zu gestalten, bieten wir Schnuppertage an. Denn das Auseinandergehen von Kind und Elternteil ist Anfangs oft nicht leicht. In dieser Zeit suchen wir vermehrt das persönliche Gespräch zu den Eltern. In der Eingewöhnungsphase, bildet ein Erzieher eine besondere Bezugsperson für das Kind. Dies stellt sich in der Eingewöhnungszeit heraus.

- Das Elterngespräch

Pro Kind und Jahr besteht die Möglichkeit für mindestens ein Elterngespräch.

Hierbei berichten wir über den Entwicklungsstand, die Fortschritte, das Spielverhalten und wie wir das Kind im Kindergarten erleben.

Wichtig ist es uns hierbei zu erfahren, wie sich das Kind zuhause verhält, ob es zuhause Veränderungen gab oder geben wird; damit wir einem evtl. veränderten Verhalten des Kindes positiv begegnen können.

- Der Elternabend

Wir veranstalten mindestens vier Elternabende im Kindergartenjahr.

Zu Beginn des Kindergartenjahres werden die Elternbeiräte gewählt. Sie bilden zum einen das Bindeglied zwischen Fachkräften und Vorstand und zum anderen das Bindeglied zwischen Fachkräften und Eltern.

Sie unterstützen uns bei der Durchführung von Veranstaltungen wie Märkten oder Festen und vertreten unsere Interessen bei den Elternbeiratssitzungen der Gemeinde Teningen.

- Arbeitseinsätze der Eltern

Da wir eine Elterninitiative sind, benötigen wir die Mithilfe der Eltern. Im Kindergartenjahr fallen regelmäßig kleinere Arbeiten wie. z.B. Geländepflege, Brennholzsägen und- aufsetzen, Zirkuswagenpflege, etc. an. Diese sind für den reibungslosen Ablauf im Kindergarten notwendig und sollten von den Eltern übernommen werden.

- Übergang in die Schule

Um den in dieser Phase entstehenden Unsicherheiten entgegen zu wirken, bieten wir den Schulanfängerkindern regelmäßige Angebote und Projekte an und bereiten sie so besonders auf die Schule vor. Auch stehen wir in Kooperation mit den jeweiligen Grundschulen.

- Elternbriefe

Aktuelle Anlässe, Termine, Ausflüge und wichtige Mittelungen erreichen die Eltern zusätzlich durch einen Elternbrief. Dieser ist wichtiger Baustein bezüglich der Transparenz unserer Arbeit und bildet einen ergänzenden Teil in der Kommunikation zwischen Fachkräften und Eltern.

1.6. Tagesberichte und Infos

Wichtige Ereignisse im Tagesablauf schreiben wir täglich an unsere Waldkindergartenstellwand. Termine und wichtige Mitteilungen für die Eltern aktualisieren wir täglich auf unserem Whiteboard am Bring- und Abholplatz.

Dies ist auch Teil der notwendigen Transparenz zwischen Eltern und der erzieherischen Arbeit.

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2. Der Tagesablauf in unserem Waldkindergarten

2.1. Die Bring- und Abholzeit

8.00 Uhr – 8.50 Uhr und von 13.30 Uhr – 14.00 Uhr

Hier ist Zeit für kurze Gespräche mit dem Erzieherteam über wichtige Ereignisse oder das Befinden des Kindes. Im Krankheitsfall sollte das Kind in dieser Zeit abgemeldet werden.

2.2 Der Morgenkreis

Um 9.00 Uhr begeben wir uns gemeinsam in den nahe gelegenen Morgenkreis. Dort sitzen oder stehen wir, reichen uns die Hände und besinnen uns. Wenn alle leise geworden sind, begrüßen wir uns mit einem Bewegungslied. Anschließend besprechen wir Datum, Tagesnamen, Monat und Jahreszeit mit Hilfe eines Kalenders.

Hiernach zählt ein Kind die anwesenden Kinder und es wird festgestellt welche Kinder fehlen.

Jetzt ist es Zeit nochmals ein aktuelles Lied zu singen und den Tagesablauf zu besprechen.

Nach dem Morgenkreis gehen wir zurück zum Bring und Abholplatz, die Kinder ziehen sich ihre Rucksäcke auf den Rücken, und wir starten gemeinsam zu einem unserer Tagesplätze.

2.3 Die Tagesplätze

Wir besuchen regelmäßig 12 verschiedene Waldplätze. Damit wir alle Plätze regelmäßig anlaufen und somit auch Abwechslung geboten wird, besuchen wir jeden Platz max. zwei mal in der Woche. Am Platz angekommen werden die Rucksäcke an einem festen Platz abgelegt und die Kinder können bis

ca. 10.15 Uhr in Ruhe ankommen und ins Freispiel gehen.

2.4 Das Frühstück

Vor dem Frühstück geht jedes Kind, bei Bedarf, Pipi machen und danach Händewaschen. Unsere Hände waschen wir immer mit umweltneutraler Seife oder Lavaerde. Das Wasser hierfür bringen wir selbst im Kanister mit. Ebenso auch ein Handtuch.

Das Frühstück beginnt wie der Morgenkreis mit dem Händereichen und Leisewerden. Hierbei sitzen wir gemeinsam im Kreis. Nun wird über eines der verschiedenen Fingerspiele abgestimmt.

Während des Frühstücks dürfen die Kinder, nachdem sie den Großteil ihres eigenen Vespers verzehrt haben, auch Speisen und Getränke tauschen.

Wir legen großen Wert auf ein geselliges, ruhiges Frühstück.

Das gemeinsame Frühstück ist beendet, wenn mehr als die Hälfte der Kinder fertig sind. Diese können dann aufstehen, während die Anderen in Ruhe weiteressen können. Es ist uns wichtig, die Waldplätze so zu verlassen wie wir sie vorgefunden haben und nehmen unsere Abfälle wieder mit nach Hause. Nach dem Frühstück werden die Vesperdosen und Flaschen wieder im Rucksack verstaut.

2.5 Das Freispiel

Das freie Spiel der Kinder hat für diese und uns als Erzieher eine ganz besondere Bedeutung. So können die Kinder für sich selbst wählen mit wem, mit was und wo sie spielen möchten. Es ist uns wichtig die Kinder im Freispiel so wenig wie nötig zu stören oder ins Spiel einzugreifen. Wir als Erzieher bleiben im Hintergrund und beobachten das Spiel der Kinder aus einer Entfernung, welche selbstvergessenes Spiel bedingungslos zulässt und die Kinder somit nicht beeinflusst oder stört. Ein Spiel in welchem sich Kinder beobachtet fühlen ist kein echtes Spiel und stört die Hingabe und die Selbstvergessenheit. Hier kann man auch keine echten Beobachtungen dokumentieren.

Die Kinder können mit ihren Anliegen jederzeit zu uns kommen, uns um Hilfe bitten oder Nähe und Trost erfahren.

2.6 Der Mittagskreis

Nach dem Freispiel räumen wir gemeinsam auf und bevor wir uns im Mittagskreis treffen, waschen wir uns nochmals die Hände.

Jetzt kann nochmals frei gegessen und getrunken werden und währenddessen wird eine Geschichte oder ein Märchen erzählt. Auch werden gemeinsam Lieder gesungen oder Kreisspiele gespielt.

Danach packen alle Kinder selbst ihre persönlichen Gegenstände ein und wir machen uns auf den Rückweg zum Bring und Abholplatz.

2.7. Besondere Tage bei uns Im Waldkindergarten

- Jeden zweiten Mittwoch ist Fahrzeugtag.

- Einmal im Monat haben wir Spielzeugtag.

- Jeden Freitag bekommen wir von einer anderen Familie Vesper, welches mit den Kindern gemeinsam zubereitet wird.

- Donnerstags ist Waldkinotag ( Bilderbuch- oder Bildbetrachtung).

- Wir machen regelmäßig Ausflüge für die gesamte Gruppe und speziell für Schulanfänger.

- Mindestens dreimal in der Woche singen wir mit den Kindern im Morgenkreis.

- Wir bieten den Kindern mindestens zweimal in der Woche ein konkretes Angebot an.

- Es finden regelmäßige Kooperationstermine statt.

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3. Pädagogisches Konzept

Der Kern unserer Arbeit ist es den Kindern genügend Möglichkeiten und den Freiraum zum eigenen Forschen und Entdecken zu geben und es Ihnen zu ermöglichen, ihren ganz individuellen, festen Charakter zu entwickeln und die Kinder zu vielfältigen eigenen Erfahrungen anzuregen. Besonders wichtig ist hier das Erfahren im eigenen, selbständigen Tun.

Es den Kindern ermöglichen, sich in wichtige, sie betreffende, Entscheidungen, mit einzubringen; z.B. in die Wochenplanung. Das gegenseitige Verhältnis zwischen Kind und Erzieher ist durch Vertrauen geprägt. Den Kindern etwas zuzutrauen, sie stets positiv wertzuschätzen und ihre Bedürfnisse sehr ernst zu nehmen ist unser primäres Ziel.

Den Kindern viele Freiräume geben, in welchen sie lernen können mit diesen adäquat umzugehen. Ein weiteres Ziel ist es, dass die Kinder, welche unsere Einrichtung in die Schule verlassen, eigenverantwortlich, hinterfragend, selbständig, sich selbst und Anderen gegenüber bewusst und in sich selbst positiv gefestigt sind.

3.1 Warum Waldkindergarten

- Im Wald gibt es noch Ruhe und somit sehr wenig Lärmbelastung und damit verbunden weniger Stress für die Kinder.

- Genügend Raum für vielfältige ganzheitliche Bewegung.

- Scheinbar unendliche Reizvielfalt zum Forschen und Entdecken

- Leben mit und in der Natur / Naturkreisläufe

- Die Achtung vor der Natur hautnah erleben und erfahren

- Kaum bis kein vorgefertigtes Spielzeug

- Die Begebenheiten im Wald fördern die soziale Kompetenz

- Die wechselnden Jahreszeiten fordern die Kinder stets aufs Neue und prägen sie dadurch.

- Der Wald zeigt Kindern natürliche Grenzen auf.

- Durch Freispiel und wirkliche Rückzugsorte mehr Möglichkeiten sich selbst zu finden und sich somit selbst besser kennen zu lernen.

3.2 Die Rolle der Erziehenden

Grundlegend für unsere Arbeit am Kind ist die Beobachtung. Diese

dokumentieren wir anhand von Beobachtungsbögen, welche uns als

Hilfe für Elterngespräche dienen. Auch ist die Kindesentwicklung so besser

Ersichtlich, überprüfbar und wird in dieser Form dokumentiert.

Oberste Priorität hat für uns zunächst, die Kinder vor äußeren

Umwelteinflüssen zu schützen. Hierzu zählen z.B. Unwetter oder Gefahren, durch Mensch, Tier und Pflanzen. Weiterführend ist es unsere Rolle, den Kindern Struktur zu geben und diese gemeinsam mit ihnen zu leben und zu entwickeln. Hierunter fällt auch das klare Aufzeigen der Grenzen und konsequentes Handeln.

Wir geben den Kindern Raum für freies ungestörtes Spiel, bieten ihnen aber auch regelmäßig themenorientierte, geleitete Angebote und freie Impulse an.

Wichtig ist uns hierbei die Kinder aktiv an Themen oder Erfahrungen heranzuführen und bei Bedarf Hilfestellung zu geben. Die Kinder sollen hierbei nach Möglichkeit ihre eigenen Erfahrungen machen können.

3.3 Einige wichtige Regeln bei uns im Wald

- Wir entfernen uns nur soweit von einander als das wir uns noch gegenseitig hören können.

- Auf dem Weg zu unseren Tagesplätzen bleiben wir als Gruppe zusammen und warten an den abgesprochenen Haltepunkten.

- Wir schießen nicht auf Lebewesen.

- Die Kinder dürfen jederzeit das von ihnen mitgebrachte Taschenmesser benutzen. Wer schnitzt der sitzt.

- Wir lassen keinen Müll an unseren Plätzen zurück.

- Jedes Kind darf nach belieben einen Ball oder ein Buch mitbringen.

- Pflanzen im Wald dürfen nur nach Absprache mit den Erziehenden verzehrt werden.

- Pilze dürfen nicht angefasst, zerstört oder zum spielen benutzt werden.

- Achtung vor der uns umgebenden Natur.

3.4 Der Umgang mit Gefahren im Wald

Die Gefahren im Wald erscheinen auf den ersten Blick zunächst unüberschaubar und vielfältig. Dies erfordert von unserer Seite besondere Vorsorge.

Wir versuchen diese Gefahren zu minimieren, indem wir die Kinder angstfrei und verantwortungsvoll an Gefahren heranführen.

Hierbei ist es wichtig, dass die Kinder die Gefahren kennen und sich an die geltenden Regeln halten.

Für den Notfall sind wir mit Erste-Hilfe-Set und Mobiltelefon ausgerüstet und mindestens eine erziehende Person hat eine erste Hilfe Ausbildung am Kind absolviert.

Ausführliche Informationen zu den Themen Tollwut, Fuchsbandwurm oder Zecken und der Umgang mit diesen Gefahren bei uns im Waldkindergarten erhalten neue Eltern im Betreuungsvertrag. Für weitere Fragen stehen der Vorstand und die Erziehenden gerne zur Verfügung.

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4. Der Orientierungsplan und dessen Umsetzung bei uns im

Waldkindergarten

Prozessgedanken von Bildung und Erziehung[1]:

4.1 Was ist der Orientierungsplan?

„Der Orientierungsplan betrachtet frühkindliche Bildungsprozesse aus verschiedenen Blickwinkeln. Er berücksichtigt die grundlegende Motivationen von Kindern und fokussiert auf sechs maßgebliche Bildungs- und Entwicklungsfelder unter besonderer Berücksichtigung der Sprachentwicklung und der Schulfähigkeit. Zur pädagogischen Arbeit in diesen Feldern werden Impulse und Hilfestellungen für einen förderlichen Umgang mit den Kindern gegeben. Im Sinne des Kindergartengesetzes von Baden- Württemberg sind in den Bildungs- und Entwicklungsfeldern verbindliche Ziele gesetzt, die angesichts der gegebenen Trägerpluralität noch weiter ausgestaltet werden können. Dieser pädagogische Gestaltungsspielraum fördert innovative Kräfte und die Qualitätsentwicklung der Kindergärten auch mit Blick auf künftige Erfordernisse. Dabei muss besonderen Profilbildungen und den regionalen Gegebenheiten Rechnung getragen werden“[2].

( Zitat: Seite 8 Zeile 10 – 24 Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die Baden- Württembergischen Kindergärten )

4.2 Bildungs- und Entwicklungsfelder des Orientierungsplans[3]

4.3 Die Ziele der Bildungs- und Entwicklungsfelder für die Kinder in Kürze dargestellt

1. Körper[4]

Kinder

- Erwerben Wissen über ihren Körper und entwickeln ein Gespür für seine Fähigkeiten.

- Entwickeln ein erstes Verständnis für die Gesunderhaltung ihres Körpers.

- Entfalten ein positives Körper- und Selbstkonzept als Grundlage für die gesamte körperliche, soziale, psychische und kognitive Entwicklung

- Bauen ihre konditionellen und koordinativen Fertigkeiten und Fähigkeiten aus.

- Erweitern und verfeinern ihre grobmotorischen Fertigkeiten und Fähigkeiten.

- Differenzieren ihre fein- und graphomotorischen Fertigkeiten und Fähigkeiten aus und erweitern diese.

- Erfahren ihren Körper als Darstellungs- und Ausdrucksmittel für Kunst, Musik und Tanz, darstellendes Spiel und Theather

2. Sinne[5]

Kinder

- Entwickeln, schärfen und schulen ihre Sinne ( hören, sehen, riechen, tasten, schmecken ).

- Erlangen durch die differenzierte Entwicklung und Nutzung ihrer Sinne Orientierungs-, Gestaltungs- und Ausdruckfähigkeit und lernen achtsam zu sein.

- Erfahren die Bedeutung und die Leistung der Sinne.

- Nutzen alle ihre Sinne um sich die Welt ästhetisch anzueignen, sich in ihr zu orientieren und sie mit zu gestalten.

- Nehmen Bilder aus Alltag, Kunst und Medien bewusst wahr und setzen sich damit auseinander.

- Entwickeln vielfältige Möglichkeiten, Eindrücke und Vorstellungen ästhetisch- künstlerisch zum Ausdruck zu bringen

3.Sprache[6]

Kinder

- Erweitern und verbessern ihre nonverbalen und verbalen Ausdrucksfähigkeiten

- Erweitern in der Verknüpfung von Sprache mit Musik, rhythmischem Sprechen und Bewegung ihre Sprachkompetenzen

- Nutzen Sprache, um mit anderen zu kommunizieren, eigene Ziele zu erreichen und mit ihren Mitmenschen zu leben

- Mit einer anderen Herkunftssprache erwerben deutsch als Zielsprache und bauen es aus

- Erfahren unterschiedliche Sprachen als Ausdruckmöglichkeit und Reichtum

- Lernen Schrift als alltäglichen Teil ihrer Lebensumwelt kennen und setzen sie ein.

4.Denken[7]

Kinder

- Beobachten ihre Umgebung genau, stellen Vermutungen auf und überprüfen diese.

- Systematisieren, dokumentieren ihre Beobachtungen.

- Erkennen Muster, Regeln und Symbole, um die Welt zu erfassen.

- Entwickeln Mengenvorstellungen und erkennen Ziffern.

- Erstellen Pläne ( z.B. Tagesplan, Plan eines Festes, Bauplan, Wegskizze ).

- Stellen sich und ihrer Umwelt Fragen und suchen nach Antworten.

- Experimentieren und verfolgen eigene mathematische und technische Ideen.

- Reflektieren Regeln und Zusammenhänge.

- Haben Freude am mitdenken

- Geben ihren Gedanken, Vorstellungen, Träumen und Wünschen einen ästhetisch- künstlerischen Ausdruck.

5.Gefühl und Mitgefühl[8]

Kinder

- Entwickeln ein Bewusstsein für die eigenen Emotionen.

- Lenken den Handlungsimpuls, den ein Gefühl mit sich bringt, um ihm nicht wehrlos ausgeliefert zu sein.

- Entwickeln einen angemessenen, sozial verträglichen Umgang mit den eigenen Emotionen.

- Eignen sich Einfühlungsvermögen und Mitgefühl an, entwickeln Wertschätzung, nehmen die Gefühle anderer Menschen wahr und reagieren angemessen.

- Entwickeln Einfühlungsvermögen und Mitgefühl gegenüber Tieren und der Natur.

- Entwickeln ein Gespür für positives Nichtstun, Trödeln und die

„Seele- baumeln- lassen“.

6.Sinn, Werte und Religion[9]

Kinder

- Entwickeln Vertrauen in das Leben auf der Basis lebensbejahender religiöser beziehungsweise weltanschaulicher Grundüberzeugungen.

- Nehmen die Bedeutung unterschiedlicher Lebensbereiche ( z.B. Naturwissenschaft, Kunst, Religion, Sprache, etc. ) sowie vielfältige plurale Lebensverhältnisse wahr und werden in der Hoffnung auf eine Lebenswerte Zukunft gestärkt.

- Erfahren und hören von der christlichen Prägung unserer Kultur.

- Können in ihrem Philosophieren und / oder Theologisieren über das leben und die Welt verständnisvolle Partner finden.

- Erleben und kommunizieren Sinn- und Wertorientierungen auf elementare Weise unter Berücksichtigung vorhandener religiöser bzw. weltanschaulicher Traditionen.

- Beginnen, sich ihrer eigenen ( auch religiösen bzw.

weltanschaulichen ) Identität bewusst zu werden und lernen gemeinsam ihre sozialen sowie ökologischen Bezüge in einer vielfältigen Welt mitzugestalten.

- Erfahren einen Ort des guten Lebens als Heimat



[1] Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden- württembergischen Kindergärten Pilotphase, Hrsg.: Ministerium für Kultus Jugend und Sport, Beltz Verlag 2006, S.26

[2] Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden- württembergischen Kindergärten Pilotphase, Hrsg.: Ministerium für Kultus Jugend und Sport, Beltz Verlag 2006, S.8

[3] Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden- württembergischen Kindergärten Pilotphase, Hrsg.: Ministerium für Kultus Jugend und Sport, Beltz Verlag 2006, S.66

[4] Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden- württembergischen Kindergärten Pilotphase, Hrsg.: Ministerium für Kultus Jugend und Sport, Beltz Verlag 2006, S.75

[5] Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden- württembergischen Kindergärten Pilotphase, Hrsg.: Ministerium für Kultus Jugend und Sport, Beltz Verlag 2006, S.85

[6] Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden- württembergischen Kindergärten Pilotphase, Hrsg.: Ministerium für Kultus Jugend und Sport, Beltz Verlag 2006, S.94

[7] Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden- württembergischen Kindergärten Pilotphase, Hrsg.: Ministerium für Kultus Jugend und Sport, Beltz Verlag 2006, S.103

[8] Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden- württembergischen Kindergärten Pilotphase, Hrsg.: Ministerium für Kultus Jugend und Sport, Beltz Verlag 2006, S.109-110

[9] Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden- württembergischen Kindergärten Pilotphase, Hrsg.: Ministerium für Kultus Jugend und Sport, Beltz Verlag 2006, S.116

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