Natur- und Waldkindergarten Teningen e.V.

Waldkindergarten allgemein

Entstehungsgeschichte

Was ist ein Waldkindergarten?

Warum ein Waldkindergarten?

 

Entstehungsgeschichte

1962 wurde der erste Waldkindergarten durch eine Elterninitiative in Dänemark gegründet. Unabhägig und ohne Kenntnis hiervon wurde 1968 ein Waldkindergarten in Wiesbaden gegründet durch die Schauspielerin Ursula Sube, die ihn auch 30 Jahre lang führte.
1991 entdeckten die deutschen Erzieherinnen Kerstin Jebsen und Petra Jäger in einer Fachzeitschrift das Konzept der Dänischen Waldkindergärten. Sie waren begeistert, hospitierten in Dänemark, erarbeiteten sich ein eigenes Konzept und gründeten 1993 den Waldkindergarten Flensburg. Daraufhin stieß ihr Konzept bundesweit auf Interesse und der Beginn für die Verbreitung der Naturpädagogik war gesetzt. Ab der zweiten hälfte der 90er wuchsen in Deutschland immer mehr Waldkindergärten, so dass im Jahre 2000 der Dachverband der bundesdeutschen Natur- und Waldkindergarten entstand. Heute gibt es ungefähr 150 Natur- und Waldkindergärten in Deutschland.

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Was ist ein Waldkindergarten?

Ein Wald- oder Naturkindergarten ist eine Betreuungsform, bei der sich Kinder zwischen drei und sechs Jahren täglich und bei jedem Wetter in der Natur aufhalten. Als Schutz vor extremster Witterung dienen Ihnen meist umgebaute Bauwägen oder Waldhütten.
Der Begriff "Naturkindergarten" wird dann verwendet, wenn als Bewegungsraum nicht nur der Wald, sondern auch Wiesen, Felder oder Strand genutzt werden.

Die Waldkindergärten weisen eine feste Struktur auf, da vorhersehbare und wiederkehrende Elemente essentiell für die emotionale Sicherheit und Orientierung der Kinder sind. Die Kinder können sich immer darauf verlassen, dass es feste Zeiten gibt sowie feste Anlaufstellen.
Der Tagesablauf ist eingebettet in Jahres- und Naturrythmen, die den Kindern eine Lebensorientierung vermitteln die durch Kontinuität, Vertrauen und Geborgenheit geprägt ist.

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Warum ein Waldkindergarten?

Wir sehen Unmengen an Gründen, die für einen Waldkindergarten sprechen. Deshalb hier nur ein kleiner Auszug...

Die Kinder haben Platz zum ganzheitlichen Kindsein.

Der natürliche vielfältige Bewegungsdrang der Kinder kann ungehindert ausgelebt werden - was nebenei die koordinativen Fähigkeiten der Kinder fördert.

Bei uns gibt es kaum vorgefertigtes Spielzeug. Dadurch wird weniger konsumiert, sondern aktiv und kreativ produziert und angeeignet.

Die erholsame Umgebung des Waldes stärkt auch die körperliche Gesundheit. Fünf bis sechs Stunden täglich frische Luft bedeuten auch weniger Infektionskrankheiten. In Lebensfreude Wind und Wetter ausgesetzt sein, stärkt auch aus medizinischer Sicht das Immunsystem.

Natur wird unmittelbar erlebt und begriffen, der achtsame Umgang mit jeder Art von Leben wird erfahren und gelernt. Der Kreislauf der Natur wird direkt wahrgenommen und erlebt.

Es gibt keine hohen Lärmpegel wie in geschlossenen Räumen, die Kinder erleben wieder Stille. Stille ist in der heutigen Zeit ungewohnt, dabei ist sie von unschätzbarem Wert u.a. für die allgemeine Differenzierung des Wahrnehmungsvermögens, das Finden von Stabilität durch innere Ruhe und die Konzentrationsfähigkeit.

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